Die Vermittlungsquote bei der Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahme „Integrierte Projekte Plus/ Weg und Raum „ sei „richtig gut“, betont Martina Leßnig. So hätten von den 40 langzeitarbeitslosen Teilnehmern im vergangenen Jahr 14 einen Arbeits- und vier einen Ausbildungsplatz gefunden, sagte die Chefin des Beschäftigungsträgers RE/init.
Dabei arbeiten die jungen Erwachsenen auf der Halde Hoheward im Landschaftspark Emscherbruch. Diese wird auf mehrere Ebenen für Freizeit und Erholung erschlossen - über die ebenerdige Ring –Promenade und das Haldentop. Die Projektteilnehmer beteiligen sich daran, indem sie durch das Fällen und Roden von Bäumen und Sträuchern neue Wege und Sichtachsen vorbereiten sowie andere Flächen neu bepflanzen und pflegen . „Die Leute, die hier während der Woche mit mir arbeiten, kommen am Samstag mit der Familie vorbei und sagen ihr: Schaut mal, das haben wir geschafft.“, betont Anleiter Andreas Dräger, wie stark sich die Projektteilnehmer mit ihrer Tätigkeit identifizieren – und wie viel neues Selbstbewusstsein daraus ziehen.
Der Chef der Agentur für Arbeit Recklinghausen, Hartmut Hauschildt, hebt die „Modulform“ des Projektes hervor: Am Anfang steht eine dreimonatige Erprobungsphase. In dieser muss der jeweils über die Vestische Arbeit vermittelte Teilnehmer nachweisen, dass er über die ganze grundsätzlichen Arbeitstugenden wie Zuverlässigkeit und Motivation verfügt. Ist das der Fall, macht er entweder im Rahmen dieser „Arbeitsgelegenheit mit Merhaufwandsentschädigung“ (1 Euro Job) ganz normal weiter – oder erhält darüber hinaus die Chance, Zusatzsqualifizierungen zu erwerben: Radlader-, Flurförder- oder Motorsägenscheine. Die Förderdauer beträgt wenigstens drei Monate – und höchstens zwölf.
Für Landrat Jochen Welt hat das Projekt Vorbildcharakter- wegen des daran beteiligten Netzwerks. So gibt es das Gesamt-Projekt „Weg & Raum“ bereits seit 1994 in der Emscher-Region und auch am Niederrhein. Koordiniert wird es von der Landesentwicklungsgesellschaft Arbeitsmarkt- und Strukturenentwicklung (LEG AS). Umgesetzt wird es derzeit von sieben regionalen Beschäftigungs- und Qualifizierungsträgern, Arbeitsgemeinschaften und Fachbetrieben – mit der LEG AS als „sozialer Generalunternehmerin“, so Prokuristin Brigitte Pawlik. Gelder kommen von den Arbeitsgemeinschaften, dem Land und europäischen Sozialfonds. „Integrierte Projekte Plus/ Weg & Raum“ läuft seit 2005 und noch bis Sommer 2007. Dräger hofft, dass seine Leute ihren Familien bis dahin samstags noch einiges präsentieren können. „Aber das Wichtigste ist“; so Leßnig, „dass sie nachhaltig in Arbeit kommen.“
Quelle: RZ
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